woelfchen83 - Eine Wölfin bloggt
Warum ich mehr messe als mein Gewicht

Viele steigen einmal pro Woche auf die Waage. Ich persönlich wiege mich täglich – allerdings interessiert mich nicht die einzelne Zahl, sondern der Gewichtstrend (gleitender Durchschnitt).
Warum? Ganz einfach: Unser Körpergewicht schwankt von Tag zu Tag. Hormone, Wassereinlagerungen, Salz- und Kohlenhydrataufnahme, Verdauung, Stress oder auch ein intensives Training können dafür sorgen, dass die Waage innerhalb weniger Tage ein ganz anderes Ergebnis anzeigt – obwohl sich am Körperfett kaum etwas verändert hat.
Deshalb sagt eine einzelne Messung nur sehr wenig aus.
Ein weiterer Punkt, den viele nicht wissen: Um tatsächlich 1 kg Körperfett abzubauen oder aufzubauen, ist ein Energiedefizit bzw. -überschuss von über 7.000 kcal notwendig. Das bedeutet, dass Schwankungen von 500 g oder sogar 1 kg innerhalb weniger Tage fast nie reines Fett sind. Meist handelt es sich um Veränderungen des Wasserhaushalts oder des Magen- und Darminhalts.
Auch Körperfettwaagen sollte man mit Vorsicht betrachten. Sie arbeiten mit der Bioimpedanzanalyse und reagieren sehr empfindlich auf den Wasserhaushalt des Körpers. Schon die Trinkmenge, die letzte Mahlzeit, Sport oder die Tageszeit können die gemessenen Körperfettwerte deutlich beeinflussen. Deshalb nutze ich diese Werte eher als grobe Orientierung und nicht als absolute Wahrheit.
Für mich gehören deshalb mehrere Faktoren zusammen:
📈 Gewichtstrend statt Einzelwert
📏 Körperumfänge (Brust, Taille und Hüfte)
📸 Regelmäßige Vergleichsfotos
Erst das Gesamtbild zeigt, ob ich wirklich Fortschritte mache.
Denn die Waage kann nicht unterscheiden, woraus dein Körper besteht. Sie zeigt lediglich das Gesamtgewicht an. Ob sich Fett, Muskelmasse, Wasser oder der Verdauungsinhalt verändert haben, weiß sie nicht.
Deshalb lasse ich mich von einzelnen Ausschlägen weder nach oben noch nach unten verrückt machen. Ich beobachte lieber die Entwicklung über Wochen und Monate.
Mein Motto:
💗 Nicht die Zahl auf der Waage definiert deinen Erfolg – sondern die langfristige Entwicklung deines Körpers.
