24.-26.05.2013
Der Capital Cruise der Radsportgruppe Berlin, der größte Cruise Deutschlands. Da sollte es dieses Jahr hingehen, zumal er ein kleines Jubiläum feierte, seinen 5. "Geburtstag" nämlich.
Im Vorfeld hatten wir uns ein Doppelzimmer im Industrie Palast gebucht. Eigentlich ein Hostel, doch was man sich landläufig unter Hostel vorstellt, wurde hier um ein vielfaches übertroffen. Vielmehr handelt es sich um ein günstiges Hotel, würde ich behaupten wollen.
Die Bikes und das Gepäck packten wir kurzerhand in den Font des Jazz. Dort ist wahrlich mehr als genug Platz für zwei Tretharleys, wenn es sich nicht gerade um einen Streamliner oder ähnlich lange Rahmen handelt.
Früh am Morgen machten wir uns also auf die lange Reise nach Berlin. Alles lief gut bis.... ja, bis es zu einem Auffahrunfall kam und mein heiß geliebter Jazz aussah, als hätte er von einem der Klitschko Brüder eine auf die Nase bekommen.
Die Versicherung war nicht zu erreichen aber wenigstens der Abschlepper vom ADAC ließ nicht lange auf sich warten. Dieser besorgte uns auch sehr schnell einen Ersatzwagen, wenn er auch noch ein Mal umbestellen musste, nachdem er gesehen hatte, was in den vermeintlich kleinen Kerl alles rein geht.
Nach dem Umladen in den Ford Focus, was gar nicht so einfach war, denn der sieht größer aus als er ist, ging es dann weiter. Wäre die Vorgeschichte nicht gewesen, hätten wir bestimmt Spaß gehabt, denn das Auto war eine richtige Rakete und beschleunigte selbst im 6 Gang schon, wenn man nur an das Gaspedal dachte.
Die Weiterfahrt verlief dann wenigstens ohne weitere Probleme und auch das Hostel, direkt an der East Side Gallery gelegen, fanden wir mit Hilfe eines freundlichen Parkplatzordners der O²-Arena dann auch recht fix. Sogar kostenlos parken darf man in Berlin. Das hat uns doch sehr erstaunt, denn bei uns zu Hause im Schwarzwald, ist das eher unüblich.
Dort angekommen, stellte ich dann aber sehr schnell fest, dass auch an mir der Unfall nicht spurlos vorüber gegangen war. Nach kurzem aber herrlichem Hallo der schon zahlreich anwesenden Cruiseristi, zog ich es vor früh ins Bett zu gehen, in der Hoffnung, dass am nächsten Tag wieder alles in Ordnung ist und wir wie geplant am Cruise, weswegen wir die Lange Strecke auf uns genommen hatten, teilnehmen können.
Hooli wollte unterdessen noch nach den Bikes schauen und sich dann noch auf ein Feierabendbier mit seinen Cruiser-Kollegen treffen.
Leider stellte sich bei der Kontrolle heraus, dass auch unsere Cruiser bei dem Crash etwas abbekommen hatten, sodass eine Teilnahme am Cruise nicht mehr möglich war.
Trotz allem fanden wir uns am Samstag morgen, nachdem wir ein vorzügliches Frühstücks-Buffet genossen hatten, vor der O²-Arena ein und trafen auf eine schier überwältigende Zahl von Tretharley-Fahrern aus der ganzen Republik, die sich für den Start sammelten. Zwar regnete es in Strömen, doch davon ließ sich keiner die Stimmung vermiesen. Mit Begleitung der Polizei startete der Korso dann in gemächlichem Tempo zu einem Cruise quer durch die Stadt, nur leider ohne uns.
Abends gab es dann noch eine After-Cruise-Party in der Werkstatt der R.S.G., die uns dann mit den Geschehnissen doch zumindest etwas versöhnte.
Am nächsten Morgen hieß es dann auch schon wieder Koffer packen und machet jut Berlin!